E2-Jugend: Mutig sein wird immer belohnt
TuS Overberge : Hammer SC2 17:11 (11:5)
Eine Woche nach der ärgerlichen Niederlage gegen den Soester TV stand für die Kinder der E2 Wiedergutmachung auf dem Programm. Der Gegner vom Hammer SC war, genau wie wir, mit voller Kaderbreite angetreten und versprach einen heißen Tanz. Unter der Woche war bei uns das Thema der Zuordnung nochmal besprochen worden, und wir hatten den Kindern eine etwas andere Vorgehensweise vermittelt. Auch war zu erwarten, dass wir dieses Spiel nicht über Kraft und Körpergröße, sondern nur über Tempo, engen Gegnerkontakt und schnelles Rückzugsverhalten gewinnen würden können.
Und von Beginn an hat das richtig gut funktioniert. Dieses Mal gab es keine „Deiner, Meiner“ – Spiele oder nennenswert freistehende Gegner. Bei Ballverlusten hieß es „Hacken-Gas“ und manchmal ging es hin und her wie beim Tennis. Die Anzahl der Freiwurf-Pfiffe gegen uns war, wie geplant, gering und bei gegnerischem Festmachen oder Anlaufen haben wir uns nicht nennenswert aus der Ruhe bringen lassen. Ballgewinne nach technischen Fehlern des Gegners wurden schnell nach vorne gespielt was dann zu einfachen Toren führte.
Luft nach oben haben wir definitiv beim Aushelfen und Absichern des Ballführers. Hier musste dann doch öfters akustisch deutlich informiert werden, dass man sich anbieten solle. Lasst denjenigen mit dem Ball nicht alleine – erst recht nicht vor dem eigenen Tor. Ein Doppelpass zur richtigen Zeit ist die beste Lösung. Apropos Pässe. Auch wenn Bodenpässe manchmal (wie in der 18. Minute auf Maxi) clever sind, so sollte deren Nutzung auf den richtigen Moment beschränkt bleiben. Ein erfahrener Gegner kann ein solches Vorhaben anhand der Armhaltung erkennen. Und weg ist der Ball. Ansonsten zwei überraschende und gut platzierte Schüsse um den Abwehrspieler herum von Henrik.
Julius hat sich die eine oder andere Kritik unter der Woche zu Herzen genommen und zeigte heute eine ganz starke Partie, bei der das Prellen stets mit Raumgewinn und großer Torgefahr einher ging. Er und Xavier waren vorne nicht zu verteidigen. Natürlich fand nicht jeder Ball den Weg ins Tor – aber das ist normal. Auch der Gegner hat, wie wir, gute Torhüter. Trotzdem haben die beiden heute gezeigt, dass Mut immer belohnt wird. Leandro ist derzeit auch nur schwer zu ersetzen. Vorne und – insbesondere – hinten kompromisslos, dazu noch ein Strich beim Penalty. Stark. Auch Louis mit einem deutlichen Schritt in die richtige Richtung. Stets anspielbar, präsent in der Abwehr und mit Mut nach vorne. Dazu eine Torvorlage. Ein guter Weg.
Piet, heute ohne Raketentreibstoff beim Frühstück, hatte eine andere Aufgabe zu bewältigen. Wie bei Fuchs und Igel (nur ohne Igel) hat er dafür gesorgt, dass bei seinen Gegenspielern bereits nach kurzer Zeit der Klima-Notstand ausbrach. Entsprechend war er zwar nicht so torgefährlich wie sonst – aber durch den von ihm gebundenen Gegenspieler hatten andere Kinder mehr Platz nach vorne den sie dann clever nutzen konnten. Z.B. Tom und Jonas – letzteren wollten wir eigentlich länger auf dem Spielfeld sehen – aber Trainer sind keine Computer.
Zur Halbzeit hatten die Kinder auf diesem Weg einen 11:4 Vorsprung rausgeschossen. Um den Fehler aus Soest zu vermeiden starteten wir – wie auch das Team aus Hamm – in der zweiten Halbzeit mit großer Erfahrung auf dem Platz. Trotzdem ein 2:4 Lauf in den nächsten 10 Minuten. Handball ist nicht immer planbar. Danach hatten wir es überstanden und der Tank-Anzeiger des Gegners blinkte. Das Spiel geht mit 17:11 in unsere Chronik ein.
Kommendes Wochenende geht es in Fröndenberg weiter. Die Truppe vom TuS „Jahn“ Dellwig bittet zum Rückspiel. Und da muss ganz sicher mindestens die gleiche Leistung auf den Platz.
Quelle: Stefan Riek (04.02.20)















