E2-Jugend: „Das Wasser wird kälter“

TuS Overberge E2 – Soester TV 2 5:11 (3:4)

Nach den beiden ungefährdeten Siegen der letzten Wochen stand mit dem Soester TV 2 eine deutlich größere Herausforderung für die junge E2 in der Halle. Die Mannschaft aus dem Osten unseres Handball-Kreises versprach uns alles abzuverlangen. Und so war es auch.

Alles was wir im Training geübt, probiert und gelernt haben blickte uns aus dem Spiegel an. Mann-Deckung von vorne bis hinten, Gegner die uns auf den Füssen stehen, Gegner die mit Tempo und Gewandtheit zum Tor ziehen, Gegner die man besser nicht frei schießen lassen sollte. Das war schon etwas anderes.

In der ersten Halbzeit war richtig Feuer im Spiel. Jeder Ball-Verlust im Spiel oder nach technischem Fehler (Fouls gab es netterweise auf beiden Seiten kaum) wurde regelmäßig mit Tempo nach vorne gespielt. Entsprechend machten koordinative Aspekte wie räumliche Orientierung oder das Einschätzen von Flugbahn und Geschwindigkeit des Balls manchmal den Unterschied zwischen „gutem und schlechtem“ Pass. Von beidem haben wir genug gesehen.

Ein besonderes Lob für unsere Torhüter Leon und Paul, die beide mit ganz starker Präsenz auf der Linie einen tollen Rückhalt gebildet haben. Links, rechts, oben, unten – alles wurde versucht. Extra Lob auch vom Unparteiischen zu unseren Torhütern. Das soll vermerkt sein. Aber da auch talentierte Muggle nicht hexen können fanden trotzdem 4 Bälle den Weg ins Netz. Am Spielfeld-Rand zeigte sich Uwe Müller – ehemaliger Torhüter der 3. Seniorentruppe – sehr angetan von den Beiden und wird uns daher zukünftig ab und an im Training zur Seite stehen und den Kindern etwas über das richtige Tor-wart-Spiel beibringen. Danke Uwe – wir freuen uns riesig. Die Kinder haben allerdings keine Vorstellung was auf sie zukommt…

Gewechselt wurde heute nicht en Bloc sondern situativ. Manche Kinder waren aufgrund der Größe Ihres Gegenspielers etwas „nackensteif“, andere standen kurz vor dem Schmelzpunkt. Da auch der Gegner wusste wie man Gegenstöße, lange Pässe und Freilaufen verteidigt, lebte das Spiel von Spannung, Körperkontakt und Zweikämpfen. Gut gefallen haben in der ersten Halbzeit Leandro mit Feuer in Arm und Bein, Piet der wie immer nur durch Foul oder einen Raketenrucksack zu stoppen ist und auch Aykut der nach ganz starkem Training unter der Woche kurz vor seinem ersten Tor stand. Bitte genauso weitermachen.

Vor der zweiten Halbzeit wurde den Kindern – nach dem nötigen Luft holen – erklärt, dass wir hier gegen eine ganz starke Truppe auf Augenhöhe mithalten. So sieht ein Handball-Spiel aus, wenn beide Seiten alles in die Waagschale schmeißen. Als Änderung zur Startaufstellung der ersten Halbzeit stieß nun Henrik hinzu um mehr Torgefahr und Ball-Sicherheit auf das Feld zu bringen. Leider haben wir es danach im Gegensatz zum Gegner nicht geschafft in den kommenden 10 Minuten ein Tor zu erzielen. Ärgerliche Fehlpässe, wenig Konzentration und unpräzise Schüsse brachten einen unaufholbaren Rückstand (4:11) nach 33 Minuten auf die Uhr.

Diese Niederlage hilft uns beim Einordnen unserer Stärken und Schwächen. Der Höhenflug der ersten Siege ist vorerst gestoppt und wir befinden uns auf dem sehr gesunden Boden der Tatsachen. An dieses Spiel und die Erfahrungen daraus werden wir zukünftig sicherlich öfter erinnern. Daher sprechen wir von einem lehrreichen Rückschlag zum richten Zeitpunkt und werten das Spiel auch so.

Jetzt gilt es im nächsten Spiel am Samstag beim Hammer SC 2 unsere Stärken wieder auf den Platz zu bekommen.

Quelle: Stefan Riek (03.10.19)